Hitlers Elitetruppe? Mythos Fallschirmjäger. Ausstellung

81 Jahre nach der deutschen Landung auf Kreta 1941 (Unternehmen „Merkur“) zeigt die Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg eine Sonderausstellung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr, Dresden. Zur Ausstellungseröffnung lädt die Bibliothek sehr herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

Hitlers Elitetruppe?
Mythos Fallschirmjäger

Montag, 24. Oktober 2022 • 18 Uhr

Laufzeit der Ausstellung: 24. Oktober 2022 bis 31. März 2023
Öffnungszeiten: Mo-Do 9-16 Uhr, Fr 9-14 Uhr, an Feiertagen und 27.12.2022-30.12.2022 geschlossen

Programm des Abends
Begrüßung
Professor Dr. Klaus Beckmann, Präsident der Helmut-Schmidt-Universität

Grußwort
Oberst Dr. Uwe Hartmann, Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam

Thematische Einführung
Dr. Magnus Pahl, Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam, Kurator der Ausstellung

Eröffnung der Ausstellung
Dr. Jan-Jasper Fast, Leitender Direktor der Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität

Besichtigung der Ausstellung

Die Ausstellung
Konzipiert und kuratiert wurde die Ausstellung im Auftrag des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr Dresden von dem Historiker Dr. Magnus Pahl.

Um die Fallschirmtruppe der Wehrmacht ranken sich zahlreiche Legenden. Sie gilt gemeinhin als kampfkräftige Elite, die sich beim Angriff auf Kreta 1941 und bei der Verteidigung von Monte Cassino 1944 gegen eine personelle und materielle Übermacht durchzusetzen verstand. Das Trauma der hohen Verluste auf Kreta wurde verdrängt, die Niederlage bei Cassino als Abwehrsieg inszeniert. Heldentum und der Nimbus, unbesiegbar zu sein, sind nach wie vor Teil der Erzählung über die Fallschirmjäger der Wehrmacht. Die nationalsozialistische Propaganda entwarf das heute noch vorherrschende Bild von einer unüberwindlichen Fronttruppe. Nach 1945 wurden die von Fallschirmjägern begangenen Kriegsverbrechen, aber auch die enge Verzahnung mit Partei und Staatsführung heruntergespielt und verdrängt. Die Ausstellung nimmt auf der Basis neuer Quellen sowie bislang unveröffentlichter Fotos eine Neubewertung vor und hilft nachzuvollziehen, wie es zu einem derart nachhaltigen Mythos kommen konnte.

Den Kern der Schau bilden 22 Plakate, die in vier Bereichen den Aufbau, die Schlachten um Kreta und Cassino sowie die Nachwirkungen vermitteln. Jeder Bereich widmet sich zudem beispielhaft einem in der NS-Propaganda auf besondere Weise „Inszenierten Helden“.

Thematisch begleitet wird diese Sonderausstellung mit einer Präsentation von Exponaten aus dem eigenen Bibliotheksbestand. Ausgewählte Literatur zur Geschichte der Fallschirmjägertruppe wird den Besucherinnen und Besuchern in Vitrinen dargeboten und ergänzt die Informationstafeln. Weitere Exkursvitrinen und eine Leseecke mit Literatur zur Vertiefung einzelner Themenaspekte runden die Ausstellung ab.